Neues Wasserwerk feierlich eingeweiht – Interkommunales Leuchtturmprojekt von Muggensturm, Ötigheim und der eneREGIO GmbH
Mit der Einweihung des interkommunalen Wasserwerks der Wasserversorgung Muggensturm-Ötigheim (WMÖ) ist am vergangenen Samstag ein bedeutendes Infrastrukturprojekt offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. Über Jahre hinweg hatten beide Gemeinden gemeinsam an der Planung und Umsetzung gearbeitet. Bei sonnigem Frühlingswetter nutzten mehrere hundert Besucher beim Tag der offenen Tür die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der neuen Anlage zu werfen.
Seinen Anfang nahm das Vorhaben bereits im Jahr 2016. Seit Mai 2024 versorgt das Wasserwerk, das ab 2021 für rund 13 Millionen Euro errichtet wurde, gemeinsam mit vier Tiefbrunnen die Gemeinden Muggensturm und Ötigheim zuverlässig mit Trinkwasser. Ende 2025 wurde zudem die moderne Aufbereitungstechnik final in Betrieb genommen.
Ein zentrales Element der Anlage ist die Umkehrosmose-Technologie, durch die der Härtegrad des Wassers deutlich gesenkt werden kann. Dies wirkt sich spürbar auf die Nutzung im Alltag aus: Der Verbrauch von Reinigungs- und Pflegemitteln reduziert sich, Kalkablagerungen treten seltener auf, und auch Haushaltsgeräte werden geschont. Insgesamt wird die Verbesserung der Wasserqualität als deutlicher Gewinn für Komfort und Nachhaltigkeit wahrgenommen.
Im Rahmen des offiziellen Teils eröffnete Muggensturms Bürgermeister Johannes Kopp die Veranstaltung im Festzelt. Bürgermeister Frank Kiefer würdigte in einem Rückblick die langjährige Zusammenarbeit beider Gemeinden und betonte die Bedeutung des Projekts für eine sichere und nachhaltige Wasserversorgung. Auch Landrat Prof. Dr. Christian Dusch hob die Rolle des Wasserwerks als zukunftsweisende Investition für die Region hervor. Das vom Land mit 2,2 Millionen Euro geförderte Vorhaben gilt als wichtiger Baustein zur langfristigen Sicherung der Daseinsvorsorge.
Zugleich wurde auf vorsorgliche Maßnahmen zum Schutz der Trinkwasserqualität eingegangen, etwa im Hinblick auf mögliche Belastungen durch Schadstoffe. Diese Aspekte unterstreichen den Anspruch, die Versorgung nicht nur leistungsfähig, sondern auch resilient zu gestalten.
Die Segnung des Gebäudes nahm Pfarrer Ulrich Stoffers vor. Im Anschluss stellte die Geschäftsleitung der WMÖ GmbH das Projekt im Detail vor. Bei zahlreichen Führungen erhielten die Besucher Einblicke in die hochmoderne Technik der Anlage und konnten sich ein umfassendes Bild von den Abläufen der Wasseraufbereitung machen.
Das allgemeine Echo auf die Inbetriebnahme des neuen Wasserwerks fällt durchweg positiv aus. Die Investition wird als wichtiger Schritt für die Zukunft der beiden Gemeinden gesehen und stärkt nachhaltig die regionale Infrastruktur sowie die Lebensqualität vor Ort.



